Metzgerei Wieland

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Kleines Mädchen mit Wurst

Wir stellen uns vor

Familienunternehmen mit Tradtion seit 1895

1895 war die Welt noch überschaubar und wer eine Metzgerei eröffnen wollte, konnte dies mit relativ geringem Aufwand tun. Ein ordentlicher Lebenswandel, die Ausbildung zum Metzger und ein geeigneter Raum waren genug, um den Betrieb eröffnen zu dürfen. In den letzten 115 Jahren hat sich viel geändert. Vor allem die Anforderungen, speziell an Betriebe, die Lebensmittel herstellen und in Verkehr bringen, wurden dramatisch verschärft. Karl und Beate Wieland, die das vom Urgroßvater gegründete Unternehmen in dritter Generation führen, können ein Lied davon singen: EU-Verordnungen, Vorschriften, Dokumentation, Hygienekontrollen, amtliche Überprüfungen, betriebliche Eigenkontrollen, HACCP-System… alles Alltag in einer modernen Metzgerei wie der von Familie Wieland in Unterrot.

Gasthof Waldhorn historisch
Gasthof Waldhorn heute

Zahlreiche andere handwerkliche Metzgereien haben angesichts der strengen Anforderungen, vor allem an schlachtende Betriebe, ihre Tätigkeiten reduziert oder gar aufgegeben. Nicht so Karl Wieland. Er ist bekennender „Metzger aus Leidenschaft“ und hat sich nicht nur den Gegebenheiten angepasst, sondern sogar expandiert. Im 1979 erbauten Schlachthaus in Unterrot war es eng geworden und so entschloss er sich zu Umbau, Ausbau, Erweiterung. Eine Maßnahme, die eine Investition in Millionenhöhe erforderte. Das Ergebnis wird von Branchenvertretern als vorbildlich beurteilt, da Metzgermeister Wieland mehr getan hat, als es die gesetzlichen Normen erfordern. Seine selbst gesetzten Hygiene- und Qualitätsansprüche sind hoch und vieles im handwerklichen Schlacht- und Produktionsbetrieb ist Maßanfertigung für das Unternehmen. Das neu gebaute Schlachthaus ist vollständig nach tierschützerischen und hygienischen Gesichtspunkten angelegt.

Rind
Schweine

Tiere kaufen Karl Wieland und sein Vater bei rund 100 Landwirten im Umkreis von rund 30 Kilometern. Es sind gewachsene Beziehungen die auf gegenseitigem Vertrauen beruhen. Wie Herr Wolf, der Rinder für die Metzgerei Wieland züchtet oder Landwirt Schmidt, der Schweine hält. Senior Karl Wieland lässt es sich, trotz seiner 86 Jahre, nicht nehmen, jede Woche selbst zu den Landwirten hinaus zu fahren, die Tiere auszuwählen und sie selbst zur Schlachtstätte zu transportieren. „Nur wenn man ordentlich mit den Tieren umgeht, bekommt man gute Fleischqualität“ weiß er und lehnt jede Art von Langstreckentransporten von lebenden Tieren ab. Auf kürzestem Weg gelangen die Tiere nach Unterrot, wo sie aufgestallt werden.

Der eigene Stall ist eine der selbst auferlegten Tierschutz- und Qualitätssicherungsmaßnahmen der Metzgerei Wieland. Im Stall stehen die Tiere in aller Ruhe über Nacht in Einzelboxen. Am nächsten Morgen gelangen sie durch einen Laufgang in die Betäubungsbucht. Ab da beginnt der Schlachtvorgang, der nach allen Regeln der Tierschutz- und Hygienegesetze erfolgt. Im Betrieb sind der sogenannt „unreine“ und „reine“ Bereich streng getrennt. Hygieneschleusen ermöglichen den 18 Produktionsmitarbeitern Zugang in den reinen Bereich nur nach Wechsel von Straßenkleidung zu Berufskleidung sowie sorgfältiger Desinfektion. Alles, was mit den normalen Verunreinigungen von Mensch und Tier zu tun hat, bleibt draußen. Im internen Bereich des Betriebes herrscht kontrollierte Sauberkeit.

Nach allen Regeln der Handwerkskunst werden wöchentlich 115 Schweine und 15 Rinder geschlachtet und zerlegt. Daraus stellt das 18-köpfige Produktionsteam all das her, was in den 10 Fachgeschäften der Metzgerei Wieland erhältlich ist. Lediglich Länderspezialitäten werden zugekauft, ansonsten ist das gesamte Sortiment der Metzgerei hausgemacht. Das ist Karl und Beate Wieland wichtig, denn sie möchten ihren Kunden nur das anbieten, was sie selbst mögen, nämlich beste Fleisch- und Wurstwaren aus regionaler Herkunft, hergestellt nach traditionellen Rezepten und gemäß Metzgermeister-Handwerk. In den 10 eigenen Fachgeschäften und im Traditionsgasthof Waldhorn in Gaildorf kommen die Verbraucher in den Genuss der Qualitätsprodukte aus eigener Herstellung und Küche. Das Metzgereisortiment wird täglich frisch ab Herstellung mit eigenen Kühlfahrzeugen an die Läden geliefert, vor Ort wird in den meisten Geschäften gekocht. 80 bis 100 Mittagessen gehen täglich pro Verkaufsstelle über den Tresen.

Produktion Unterrot
Auslieferung Unterrot

Insgesamt 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigen Beate und Karl Wieland. Einige von ihnen sind schon von Vater Walter eingestellt worden und halten dem Betrieb seit 50 Jahren und mehr die Treue. Die Arbeitsplätze sind zukunftssicher, da der Betrieb durch die Investition in Schlachthaus und Produktion so aufgestellt ist, dass er sich auch in Jahrzehnten noch behaupten kann. Die EU-Zulassung für alle Bereiche, Schlachtung, Zerlegung und Produktion wurde erteilt und die Zukunft des Handwerksbetriebs ist damit gesichert. „Zum einen schätzen unsere Kunden unseren Regionalbezug, zum anderen natürlich die konstante Frische und Qualität unserer Produkte und die fachkundige Beratung durch unsere Verkaufsmitarbeiterinnen“, freut sich Karl Wieland.

Die Verbraucher zeigen das Vertrauen zu ihrem Metzger Wieland durch Einkaufstreue und schätzen auch den Partyservice des Hauses mit dem große und kleine Feste professionell bewirtet werden.